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Ray Manzarek

Wirklicher Name: Raymond Daniel Manzarek

Geburtstag und -ort: 12. Februar 1939, Chicago

Persönliche Kennzeichen: 1,83 m; 72 kg; blond, blaue Augen

Wohnsitz: Hollywood

Schulen: UCLA

Verheiratet: mit Dorothy Manzarek

Instrumente: Orgel, Klavier, Bass

Raymond Daniel Manzarek, der ruhende Pol der Band, wurde am 12. Februar 1939 in Chicago geboren. Daheim in Chicago mochte Ray Manzarek seine Klavierstunden überhaupt nicht, bis er mit zwölf Boogie-Woogie spielen lernte. Er studierte Bach, Rachmaninow und Tschaikowsky am Konservatorium von Chicago, "aber es machte mir keinen rechten Spass, das Zeug von anderen Leuten zu spielen. Ich stand auf Blues". Er hing in den Clubs der South Side von Chicago herum, um die grossen Bluessänger zu hören, wie Muddy Waters, die vom weissen Publikum noch nicht entdeckt waren. "Ich hörte zu Hause schwarze Diskjockeys und entwickelte einen Stride-Piano-Stil". Nach einem Abschluss in Betriebswirtschaft an der DePaul Universität ging er an das UCLA, um Rechtsanwalt zu werden. "Zwei Wochen lang besuchte ich hier Jura-Vorlesungen. Ich konnte den Unsinn überhaupt nicht fassen. Ich nahm an, die Typen machten Witze, und wechselte in die Filmabteilung". Dort drehte Ray Manzarek drei Kurzfilme, die von der Fakultät für sehr erfolgversprechend gehalten wurden.

Im Sommer '65 lebte Ray Manzarek in Venice, einem frühen Hippie- Nest an der Küste südlich von Santa Monica. Der "Vorläufer" von The Doors war eine Gruppe namens "Rick and the Ravens". Im Frühling 1965 bestanden Rick and the Ravens im Kern aus den drei Manzarek-Brüdern: Ray als Sänger, Rick am Piano, Jim als Gitarrist. Sie hatten in Chicago zusammen gespielt und als die Familie nach Redondo Beach zog gründeten sie die Bluesband für Wochenendauftritte. Eine Menge College-Studenten, viele aus der UCLA-Filmschule, kamen in die Bar um Rays Klassiker wie Money, Money, Louie, Louie, Hoochie-Doochie Man schmettern zu hören, in seinem abgekupferten Chicago-Stil. Durch einen Zufall kam er an Jim Morrison. Als vor einem Gig der Gitarrist der Band ausfiel überredete Ray Manzarek Jim Morrison dazu, sich mit auf die Bühne zu stellen. Und weil der kein Instrument beherrschte, hängte man ihm ganz einfach eine E-Gitarre ohne Kabel um. Zu dieser Zeit spielte die Band ausschliesslich Coverversionen von Top-40-Hits, aber das änderte sich schon bald. Beeinflusst von seinem plötzlichen erwachenden Gefühl für Musik, begann Jim Morrison aus seinen Gedichten Songs zu machen. Der erste, der diese neuen Songs zu hören bekam war Ray Manzarek: "Ich habe mit Jim am UCLA freundschaftlich verkehrt, und wir hatten auch schon mal über Rock 'n' Roll gesprochen. Als wir unseren Abschluss hatten, sagte er, er wolle nach New York. Zwei Monate später, im Juli, traf ich ihn in Venice am Strand. Er sagte, er hätte einige Songs geschrieben, also setzten wir uns an den Strand, und ich bat ihn, ein paar davon zu singen. Er tat es, und das erste Ding, das er probierte war Moonlight Drive. Als er die ersten Zeilen sang- "Let's swim to the moon / Let's climb through the tide / Penetrate the evening / That the city sleeps to hide" (Komm, wir schwimmen zum Mond / wir klettern durch die Gezeiten / durchdringen den Abend / denn die Stadt verpennt, um sich zu verstecken") - da sagte ich: "Das ist es". Nie zuvor hatte ich einen solchen Text für einen Rock-Song gehört. Wir redeten noch ein Weilchen und beschlossen dann eine Band zu gründen und eine Million Dollar zu machen."

Ray Manzarek in einem seiner ersten Interviews:

Die Doors halte ich für eine repräsentative amerikanische Gruppe. Amerika ist ein Schmelztiegel, und das sind wir auch. Unsere Einflüsse kommen aus einer Myriade von Quellen, die wir verschmolzen, indem wir einander fremde Stile zu unserem eigenen machten. Wir sind wie das Land selbst.

Für einen Beobachter von aussen muss Amerika ein lächerlicher Mischmasch sein. Wie die Doors eben auch. Wir kommen aus verschiedenen Ecken, musikalisch gesehen. Wir sind entstanden aus schweisstreibender Arbeit und aus Kämpfen. Alles, was die Leute über Amerika sagen, trifft auch auf die Doors zu. jeder von uns hat die Freiheit, innerhalb eines gegebenen Rahmens zu forschen und zu improvisieren. Jim ist ein Improvisator mit Worten.

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