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Die Doors nach Jim Morrisons Tod

Es hatte keinen Sinn, einzupacken und alles zu vergessen", begründete Ray Manzarek den Entschluss der verbliebenen Doors-Mitglieder, nach dem Tode von Jim Morrison als Trio weiterzumachen. Geldmangel kann nicht der Grund gewesen sein: Insider schätzen die jährlichen Einnahmen von Manzarek, Densmore und Krieger allein aus den Tantiemen für die Doors-Song auf mehr als 1,5 Millionen Dollar. Da konnten es sich die Doors auch leisten, ein grosszügiges Angebot des amerikanischen Kondomhersteller Trojan abzulehnen, der "Touch Me" als Musik für einen Werbespot verwenden wollte.

Ein Jahr später - die Band hatte mit "Other Voices" und "Full Circle" zwei Alben veröffentlicht, an denen nur der Name auf der Hülle an die Doors erinnerte - hatten die drei ein Einsehen und lösten die Doors Ende 1972 auf.

Im Sommer 1974 kam es dann noch einmal zu einem kurzfristigen Revival, bei dem Iggy Pop bei den Doors das Mikro übernahm. Aber auch dieser Versuch war nicht von Dauer: Die Doors mussten einsehen, dass mit Jims Tod auch die Zeit für die Band abgelaufen war.

1983 nahm Ray Manzarek, der seither diverse Soloprojekte verfolgt hatte, noch einmal Doors-Klassiker auf: Für "Once Bitten", das Debutalbum der britischen Sängerin Annabel Lamb, steuerte er die Keyboardparts zu einer Neuaufnahme von "Riders On The Storm" bei. Ihren vorläufigen Abschluss fand die Wiedergeburt der Band 1991 in "The Doors", dem Film von Oliver Stone. Im Sog des Filmes erreichten die Verkäufe der Doors-Platten weltweit Rekordmarken. Die Doors waren von einer Generation entdeckt worden, die beim Tod von Jim Morrison noch nicht einmal geboren war. sie war fasziniert von der verwirrenden Kraft eines Mannes, der auch zwei Jahrzehnte nach seinem geheimnisumwitterten Tod wie ein Spiegel ihre Phantasien über das wahre Wesen des Roch reflektierte.

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