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Geschichte der Popmusik

Um einen Überblick zu bekommen, wie es zu der Musikart gekommen ist die The Doors machten, hier eine kurze Vorgeschichte.

 

Ursprünge und Rock 'n' Roll (1954-1960)

Die Ursprünge der Popmusik sind in der afro-amerikanischen Volksmusik zu finden, die erstmals im 19. Jahrhundert dokumentiert wurde. Die weltliche Variante dieser Musik wird "Blues" genannt. Diese Musik wurde ausschliesslich von Schwarzen gemacht und gehört. Anfang des 20. Jahrhundert entwickelte sich in den amerikanischen Grossstädten ein Ableger des Blues, der Jazz. Ein weiterer Ableger der in den 40er Jahren entstand, ist der Rhythm 'n' Blues. Dass aus diesem Rhythm 'n' Blues der Rock 'n' Roll und damit die Popmusik entstand, hat viel mit der gesellschaftlichen Situation und dem Zeitgeist der USA in den fünfziger Jahren zu tun:

Anfang 1954 geschah es dann erstmals, dass die Gruppen trotz Zugehörigkeit zur Rhythm 'n' Blues-Sparte nationweite Hits landeten, allerdings mit Liedern die hundertprozentig den weissen Geschmacksvorstellungen entsprachen und deren Zugehörigkeit zu dieser Sparte nur durch die Hautfarbe der Sänger bedingt war. Noch im selben Jahr war dann die Sensation perfekt, als die weissen Sänger Bill Haley und Elvis Presley Rhythm 'n' Blues-Stücke für ein weisses Publikum spielten: Der Rock 'n' Roll war geboren.

Von der älteren Generation wurde der Rock 'n' Roll indes stark angefeindet, weil sie nicht wollte, dass sich ihre Kinder für die in ihren Augen minderwertige Musik einer minderwertigen Rasse begeisterten. Dies verhinderte allerdings nicht den grossen kommerziellen Erfolg des Rock 'n' Roll.

 

Twist, Surf-Music (ca. 1960-1963), British Beat (1962-1969)

In den kommenden Jahren führten Surf-Music (Beach Boys) und Twist (Chubby Checker), die Tradition des Rock 'n' Roll weiter.

Die nächste Weiterentwicklung der Popmusik fand in England statt. Die Liverpooler Beat-Gruppen, allen voran die Beatles vermischten den Rhythm 'n' Blues mit der britischen Hausmusik und bereicherten ihn um Elemente typisch europäischer Melodieführung. Nachdem sie 1962 in England bekannt wurden, schafften sie 1963 auch in den USA den Durchbruch. Die stärker Rhythm 'n' Blues-orientierten Londoner Gruppen The Rolling Stones und The Who formulierten 1965 erstmals den bisher nur durch die Verwendung der schwarzen Musik ausgedrückten Protest gegen die Erwachsenenwelt explizit in ihren Liedtexten und provozierten durch ihr betont aggressives Bühnengebaren.

Im selben Jahr wurde dann auch von verschiedenen Seiten aus der Versuch unternommen Popmusik als zeitgenössische Kunstform zu. Ein Auslöser war die erste Rock-Single des Vorreiters der Folkbewegung Bob Dylan. Ungewöhnlich war an dem Stück "Like a Rolling Stone", dass es mit einer Dauer von sechs Minuten doppelt so lang war, wie die sonstigen Popsongs, dass es mehr gesprochen als gesungen wurde und vor allem, dass es einen langen mit Symbolen, Metaphern, Binnen- und Stabreimen versetzten Text enthielt. Die Texte bekamen nun einen viel höheren Stellenwert als früher.

 

Flower Power und Psychedelic Rock (ca. 1967-1970)

1967 eroberte von San Francisco ausgehend mit der Hippie-Kultur eine neue Jugendbewegung die westliche Welt. Themen der Hippies waren Pazifismus, freie Liebe und Bewusstseinserweiterung durch die Modedrogen LSD und Marihuana. Einzige politische Forderung war der Abzug der amerikanischen Truppen aus Vietnam, ansonsten herrschte ein eher diffuser Protest, nicht nur gegen die konformistische Erwachsenenwelt, sondern überhaupt gegen die westliche Industriegesellschaft. In riesigen Open-Air-Festivals wurde dem neuen Gemeinschaftsgefühl Ausdruck verliehen (Woodstock). Im Psychedelic Rock wurde mit ausgedehnten Improvisationen und sphärischen Klangbildern versucht die bewusstseinserweiternde Wirkung der Drogen zu verstärken. Die gleiche Funktion sollten bunte Scheinwerfer und Film- und Diaprojektionen erfüllen. Typische Vertreter dieser Musik waren die kalifornischen Gruppen Jefferson Airplane und Greatful Dead sowie die englische Band Pink Floyd. Doch auch bei anderen Gruppen, wie den ebenso trendbewussten wie -setzenden Beatles oder den Rolling Stones war der psychedelische Einfluss vorhanden.

In Europa war 1968 die Zeit der Studentenbewegung. In Paris, Prag und Berlin kam es zu Demonstrationen und Unruhen, die jedoch im Gegensatz zur Hippiebewegung mit konkreten politischen Forderungen verbunden waren. Anders als in den USA manifestierte sich der Protest (noch) nicht in der Popmusik.

Zur Jahrzehntwende erfuhr die Hippiebewegung und überhaupt die zu neuen Ufern aufgebrochen Popmusik der endsechziger Jahre eine Desillusionierung: Jimi Hendrix, Janis Joplin, Doors-Sänger Jim Morrison und Rolling-Stones-Gitarrist Brian Jones starben an übermässigem Alkohol- oder Drogenkonsum. Die Beatles, über Jahre hinweg musikalische Vordenker, lösten sich auf und Bob Dylan veröffentlichte nur noch brave Country-Balladen. Beim Open Air der Rolling Stones im amerikanischen Altamont ermordeten die als Ordner engagierten "Hells Angels" vor den Augen der Band einen Schwarzen. Kommentar Dennoch sollten sowohl die Ideale der Hippies, als auch die neuen musikalischen Techniken und Stile auch das kommende Jahrzehnt prägen.

Danach folgten Musikstile wie:

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